Willkommen im quietschbunten Alltag von Lotta Petermann und ihrem turbulenten Familien- und Freundeskreis!
Lotta (Meggy Hussong) stolpert von einem Chaos ins nächste: Eigentlich wären die nervigen "Blöd-Brüder" zuhause, eine ständig überall auftauchende Schildkröte namens Heesters und Mamas Liebe zum indischen Blockflöte-Spiel für eine 11-Jährige schon mehr als genug.
Als dann auch noch die Einladung zur Geburtstagssause des Jahres, ausgerichtet von der hochnäsigen Mitschülerin Berenike von Bödecker, ausbleibt, reicht es Lotta. Sie gerät mit ihrer besten Freundin Cheyenne in großen Streit. Da hilft auch das zufällige Treffen mit dem alles durcheinanderwirbelnden Teenie-Star Marlon nicht weiter. Flankiert von ihrem besten Freund Paul müssen die beiden Mädchen herausfinden, was echte Freundschaft wirklich bedeutet...
Alice Pantermüller heißt die deutsche Autorin, die quasi als weibliches Pendant zu Jeff Kinneys "Gregs Tagebuch" die Kinderbücher über das "Lotta-Leben" geschrieben hat - ebenfalls in Tagebuchform, in der Lotta ihren oft schrägen Gedanken freien Lauf lassen kann. Die gewitzten Zeichnungen der Bücher (von Daniela Kohl) tauchen über Umwege auch in der Verfilmung auf: Sprechblasen, Comic-Bilder oder Kommentar-Kästchen mit Pfeilen schieben sich in die Filmbilder, wenn Lottas Imagination mal wieder Purzelbäume schlägt.
Der Film verbindet witzige Alltagsszenen, liebevolle Figuren und animierte Kritzeleien aus den Büchern zu einem lebendigen, modernen Kinderabenteuer. Er bleibt nah an Lottas Gedankenwelt, ist bunt, frech und voller Situationskomik – und zeigt zugleich, wie wichtig Zusammenhalt und Vertrauen sind.
"Stimmungs- und liebevoll, unbekümmert und frech, überdreht und doch zärtlich im Umgang mit den Figuren entwickelt der Film den temperamentvollen Lotta-Kosmos. Er feiert überbordend Fantasie und unverbrüchliche Freundschaft, auch geht es um soziale Unterschiede, eitle Idole und falsche Vorbilder, Handy- und Blog-Hype. Somit ist der Film auf der Höhe der Zeit, quasi als Account zu einer quietschbunten Alltagswelt mit Slapstick-Faktor. Es wird gealbert und – mitunter genießerisch flach – gekalauert, man streitet und versöhnt sich, wobei die pure Lebensfreude nur so sprudelt." (Horst Peter Koll)