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Allendes Enkel

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Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Walter, Marcel (Komponist); Schwarz, Felix (Drehbuchautor)
Jahr: 2026
Verlag: Potsdam, filmwerte GmbH
Mediengruppe: evideo
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Inhalt

ALLENDES ENKEL dokumentiert die Besetzung einer berufsbildenden in Santiago de Chile durch Schülerinnen und Schüler während der chilenischen Bildungsproteste der Jahre 2011/12. Die Schüler*innen der Instituto Superior de Comercio Nr. 2, kurz "Insuco Dos", fordern freien Zugang zu höherer Bildung sowie weitere Sozialreformen, um ein Auseinanderklaffen der chilenischen Gesellschaft in Arm und Reich zu mildern. Während die jungen Leute, teils mit der Unsterstützung von Eltern und Großeltern, in der Schule leben, droht ihnen die gewaltsame Räumung durch die Polizei.
 
Der Konflikt der jungen Generation mit ihren Lehrern und der politischen Elite verdeutlicht, wie stark die chilenische Gesellschaft noch immer vom langen Schatten der Pinochet-Diktatur geprägt ist. Ein Relikt aus der Diktatur-Zeit ist, dass 85% der Universitäten in privater Hand sind. Kinder aus Familien ohne Vermögen müssen für ein Studium einen Studienkredit aufnehmen, der nicht wenige ihr ganzes Berufsleben lang belastet. "Die Demokratie ist noch immer von der Diktatur verseucht," sagt Schulbesetzer Felipe. Eine Mitschülerin berichtet von ihrem Wunsch, Jura zu studieren. Doch dies sei für sie nur um den Preis eines Schuldenberges erreichbar, den sie bis zur Rente abtragen müsse.
 
ALLENDES ENKEL dokumentiert die aufgeheizte Stimmung der Protestjahre 2011-2012. Die Schüler*innen verweisen in Interviews auf gewaltvolles Vorgehen der Polizei vor allem mit starkem Tränengas. Auch auf Seiten der Demonstranten in den Straßen von Santiago bleibt es nicht friedlich. Brennende Barrikaden sind an der Tagesordnung; auch Protagonisten des Filmes beteiligen sich an Steinwürfen gegen die Polizei. Während der Besetzung hängen zudem Bilder von Amtspersonen und Politikern mit Schusswunden auf der Stirn vor der Insuco No 2.
 
Bereits im Jahr 2006 hatte es in Chile Bildungsproteste mit der Forderung nach einem Recht auf kostenfreien Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung bis hin zur Universität gegeben.
 
In den Jahren 2011/12 stand erneut die Kritik an zu geringen Staatsausgaben für öffentliche Schulen und Universitäten und mangelnde Unterstützung von Schüler*innen und Studierenden aus ärmeren Schichten im Fokus. Rund 100.000 Menschen beteiligten sich an den Protesten. Beobachter klassifizierten sie als die größten Demonstrationen seit dem Ende der chilenischen Militärdiktatur im Jahre 1990. Außer Protestmärschen und Besetzungen verschiedener Bildungseinrichtungen bis hin zu Universitäten gab es auch Hungerstreiks.
 
ENTWICKLUNG NACH DEM FILM
Nach zahlreichen Erstürmungen besetzter Schulen ebbten die Proteste 2012 zunächst ab. 2019/20 flammten sie erneut. Die Polizeigewalt eskaplierte, als im November 2019 die Fabrikarbeiterin Fabiola Campillai auf dem Weg zur Arbeit von einer Tränengasgranate der Carabineros am Kopf getroffen wurde und Augenlicht sowie Geruchs- und Geschmackssinn verlor. Campillai ging daraufhin in die Politik.
 
Im Jahr 2026 kam es in Chile zu sozialen Protesten. Erneut wurden sie von Schü­le­r*in­nen und Studierenden angeführt.

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Details

Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Walter, Marcel (Komponist); Schwarz, Felix (Drehbuchautor)
Jahr: 2026
Verlag: Potsdam, filmwerte GmbH
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Beschreibung: 1 Online-Ressource (44 min), Bild: 16:9 HD
Schlagwörter: Film
Mediengruppe: evideo