Einst patrouillierte Asger Holm (Jakob Cedergren) als Polizist auf den Straßen. Jetzt sitzt er in der Einsatzleitstelle, wo ihn eines Tages der Anruf einer Frau erreicht - einer entführten Frau, deren Verzweiflung und Auswegslosigkeit Asger sofort erfasst. Als die Verbindung plötzlich abbricht, beginnt die Suche nach der Vermissten und ihrem Entführer. Asgers einzige Waffe ist das Telefon.
In einem Wettlauf gegen die Zeit versucht er, die Frau ausfindig zu machen. Doch schon bald muss Asger feststellen, dass er es mit einem Verbrechen zu tun hat, das weit größere Ausmaße annimmt als es anfangs den Anschein machte...
Dieser hochkonzentrierte, nervenaufreibende Thriller aus Dänemark spielt fast vollständig in einer dänischen Notrufzentrale und erschafft damit ein minimalistisches, enorm wirkungsvolles Kammerspiel-Setting. Die Spannung entsteht weniger durch sichtbare Action, sondern durch das, was man nur hört – und das, was man sich als Zuschauer unweigerlich vorstellt. Diese Reduktion macht den Film außergewöhnlich intensiv.
Unterstützt wird dieser Eindruck von Darsteller Jakob Cedergren als Asger Holm, der den gesamten Film buchstäblich trägt. Sein herausragendes Spiel vermittelt innere Zerrissenheit, moralische Ambivalenz und wachsende Verzweiflung, während sich der vermeintlich klare Entführungsfall zunehmend als komplexes Geflecht mit tragischer Note entpuppt.
"Den skyldige" ein packender, atmosphärisch dichter Thriller, der zeigt, wie wirkungsvoll Kino sein kann, wenn es auf das Wesentliche reduziert wird und die Spannung im Kopf des Zuschauers, und nicht auf dem Bildschirm entsteht.